Absegeln 2017 und Juxregatta 

 

Es war wieder soweit - immer, wenn sich die Saison dem Ende nähert, treffen sich die Clubfreunde, um gemeinsam zu feiern und im Rahmen der Juxregatta ihren Sieger zu ermitteln. Wie schon in den letzten Jahren, verstärkte der TYvD das Teilnehmerfeld des FYCO.

Für die aus der Schlei oder gar Travemünde gemeldeten Sportsleute stand die Teilnahme unter Wettervorbehalt. Der Sturm war zwar rechtzeitig zum Wochenende durch, allerdings sorgten die „Nachwehen" mit 6 Bft immer noch für ansehnliche Wellenhöhen von 1,5 m und mehr. Aber… wenn „Engel reisen" … Während sich die MY Troll auf den Weg nach Stickenhörn machte und auf Höhe der Eckernförder Bucht durchgeschaukelt wurde, entschied sich die SY Ola für Plan B. Da wurde kurzerhand die SY Imagine in Strande geentert und schon stand der Teilnahme nichts mehr entgegen. Nur zur Klarstellung: es handelte sich nicht um eine feindliche Übernahme. Der Skipper nahm seine neue Crew freiwillig an Bord.

Den Planungen von Andreas und Frank folgend, stand natürlich zuerst der Zeltaufbau an. Dieses wurde von einem ortsansässigen Verein ausgeliehen.

Mit Ingenieurverstand war der Aufbau schnell erledigt. Nach dem „Richtfestbier" wurde zügig der Grill vorbereitet und für ausreichende Bestuhlung gesorgt. Es folgte ein kurzweiliger Abend, an dem viel gelacht wurde.

Natürlich waren alle am nächsten Morgen fit wie ein Turnschuh und fieberten den Aufgaben entgegen, die die Crew der SY Sophie als Vorjahressieger ersonnen hat. Nach der Skipperbesprechung ging es im Kängeruhstart mit individueller Zeitplanung auf den Kurs. Gefragt waren eine Mischung aus Bootshandling, Seemannschaft, Aufmerksamkeit und die Fähigkeit um die Ecke zu denken.

Mit dem Aufgabenheft auf dem Kartentisch war zuerst der Plüschowhafen (also das Nebenbecken von Stickenhörn) anzulaufen, über Laboe ging es anschließend nach Schilksee. In Schilksee war vor der eigentlichen Aufgabe, nämlich der Benennung des Warenangebot eines Geschäfts (hier Segelmacher) dieses erst zu identifizieren. Dazu waren mathematische Kenntnisse gefordert: Anzahl übereinanderliegender Balkone, diese quadrieren, dann durch drei teilen und ….. die gefundene Anzahl von rechts beginnend abzählen - und schon weiß man, um welches Geschäft es sich handelt.

Auch die Lösungen des Kreuzworträtsels nahmen während der rund dreistündigen Fahrt über die Förde langsam, aber stetig Gestalt an .

Auf Höhe der alten Schleusen in Holtenau war die genaue Bezeichnung eines „Geschäfts" zu ermitteln, das für den Fall der Seekrankheit Hilfe leistet. Die richtige Lösung die „Hafenapotheke" konnte mit dem Fernglas identifiziert werden.  Auch Liebhaber der Fernsehzeitschrift „Hör Zu" kamen auf ihre Kosten: Ein Fehlersuchbild (eine Originalaufnahme und ein bearbeitetes Bild der Hafenspitze Stickenhörn) mit 10 Fehlern war zu bearbeiten.

Nach der Rückkehr an den Liegeplatz war der Nachmittag zur freien Gestaltung. Der Eine holte etwas Schlaf nach und machte sich so für den Abend fit, andere fanden sich zum Klönschnack bei Kaffee und Kuchen zusammen. Die Neugierde auf das Siegerpodest, aber auch gesunder Appetit führte dann alle im Hotel Kieler Förde wieder zusammen. Strahlende Augen und lockere Gespräche verrieten, dass das Ziel erreicht wurde - viel Spaß bei der Juxregatta.

Allerdings stellte die Regattaleitung noch weitere Aufgaben. So sollte sich jede Mannschaft mitsamt des teilnehmenden Schiffes kurz darstellen und anschließend einen seemännischen Ausdruck pantomimisch darstellen. Es ist beeindruckend mitzuerleben, wie fantasievoll dieses geschehen kann. Das Highlight bot sicherlich die Crew der SY Candida.

Auch bei der Darstellung maritimer Begriffe wurde die Fantasie zielgerichtet eingesetzt. Da gab es z.B. den Ausguck (die Crew hockt sich im Kreis, in dessen Mitte der Skipper durch das Fernglas späht) oder das Richtfeuer, (dargestellt durch zwei Personen sowie dem Rudergänger, der versucht die Fahrwassermitte zu halten). Die Stimmung war bombastisch und das Essen lecker.

Als die Bediensteten des Hotels den Feierabend einläuten wollten, fand ein toller Tag seinen Abschluss.

Nach einem gemeinsamen Frühstück am Sonntag wurde in windes Eile das Zelt abgebaut. Anschließend kam der Zeitpunkt der Verabschiedung, der allseits von den Wünschen nach einem baldigen Wiedersehen begleitet wurde.

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Touren-Yachtclub von Deutschland e. V. | Impressum