Chaos bei der Abreise - karibische Gelassenheit nach 10 Tagen

6. Apr 2013

Erwartungsvoll treffen sich 18 Mitglieder am 17. Februar im Park Inn Hotel Hamburg, um am nächsten Morgen mit weiteren 14 Teilnehmern zum Flughafen Fuhlsbüttel zu fahren. Die Karibik mit ihren herrlichen Inseln und Sonnenschein wartet auf uns.


STREIK am Hamburger Flughafen, Verzögerung, Unruhe und Ärger machen sich breit. Die von Frankfurt, Düsseldorf und Bremen Anreisenden haben keine Ahnung von dem, was sich in HH Fuhlsbüttel abspielt. Diese 4 kommen pünktlich in Orly an und stellen fest, dass die Freunde aus Hamburg wohl nicht rechtzeitig im Flughafen Charles de Gaulle ankommen werden. Hitzige Gespräche mit dem Air France Personal haben nach einiger Zeit erreicht, dass auf die 32 aus Hamburg kommenden Freunde gewartet wird. Und endlich kommt unser glücklich strahlender Commodore an Bord, im Schlepptau die schon abgeschriebenen
TYvD Freunde. Was so anfängt kann ja nur gut weiter gehen.


Nach gut 8 Stunden Flug sehen wir unter uns die Riffe und weiß schäumende Brandung. Guadeloupe ? unsere Stimmung ist ausgezeichnet! Hier klappt alles. Der Transport zum Hotel, direkt bei der Marina, dann das Einkaufen im Carrefour, Belanden der 5 Katamarane, die Übernahme der Boote.
Alles geht reibungslos und ohne Aufregung. Caribbean Flair! !

 

Von Point a Pitre sehen wir wenig. Am nächsten Morgen nach umfangreichen Ausklarierungsformalitäten heißt es Leinen Los ? Maria Galante wartet auf uns. Klaus hat die genauen Positionen angegeben, so dass wir nach und nach alle unsere Anker ausbringen und nach einem Sprung ins Wasser unseren ersten Karibischen Drink zu uns nehmen können.


Am nächsten Morgen geht es zu den heiligen Inseln, Isle de Saintes, wo in zwei traumhaften Buchten viele Bojen ausliegen und an denen wir festmachen. Dunkle Wolken, Regen und viel Wind passt so gar nicht zum Aufbruch nach Dominica. Aber die grüne Insel der Karibik steht auf dem heutigen Programm also Leinen los, Segel gesetzt und die ruppige Fahrt bringt uns schnell unserem Ziel, Porthsmouth im Norden der Insel Dominica, näher. Auf der Reede von Porthsmouth werden wir auf karibisch empfangen. Unsere Leine wird an einer Boje festgemacht, der Müll wird entsorgt und Bananen, frisches Brot und Icecubes werden nach kurzer Zeit von unserem freundlichen Boatman herangebracht. Auf der PLANTAX - alias SAWASDEE- ist Eis ein sehr wichtiges Produkt - ohne Eis keine richtigen karibischen Drinks. Abendliches Kochen, bzw. Grillen an Bord scheint auf allen Yachten gut zu klappen. Es haben sich die unterschiedlichsten Kochteams zusammengefunden. Klagen hat man überhaupt nie gehört.


Landausflug und Rundfahrt in Kleinbussen wird von Albert (alter Bekannter von Rainer von vorherigen T?rns) und Eddison bestens organisiert. Dominica, vor 15 Jahren noch von Seglern gemieden da keine Touristen erwünscht waren, hat sich grundlegend verändert. Sailors are welcome. They bring money.


Einige Katamarane bleiben noch auf Reede liegen, andere setzen sich ab. Roseau, die Hauptstadt der Insel, hat uns allen auch gut gefallen. Ein grimmig aussehender Security Officer mit Namen Marcus stellt sich als Empfangskomitee vor. Er macht uns an einer Boje fest und andere Dienstleistungen werden zu unserer Zufriedenheit ausgeführt.


Nächstes Ziel ist Saint Pierre, die Stadt, die 1902 innerhalb von wenigen Minuten ausgelöscht wurde. Ein Vulkanausbruch hatte Gase mit 800 Grad C ausgestoßen und sämtliche Einwohner in Sekundenschnelle getötet. Einziger überlebender war ein Gefängnis-Insasse, der drei Tage später nach dem verheerenden Unglück aus der Zelle befreit wurde. Ab und zu scheint sich Knast auch mal positiv auszuwirken.


Der Mount Pele zeigt nur einmal seinen Gipfel, ansonsten bleibt er versteckt unter einem Wolkenmantel. Weiter geht es längs der Insel Martinique nach Grand Anse d?Arlet. Dort treffen wir die Cheri mit Ronald  an Bord. Die Freude ist groß und das Wiedersehen wird feuchtfröhlich gefeiert.


Der erste Teil unserer Reise nähert sich dem Ende. Am 8.2. geht es vorbei am ?Diamant, einem vorgelagerten Felsen, nach Le Marin, einem riesigen Yachthafen im Süden der Insel. Die Abgabe der Katamarane am folgenden Tag geht professionell und unproblematisch über die Bühne. Unsere Leihwagen der Firma JUMBO Cars stehen mittags wie abgesprochen zu unserer Verfügung bereit. Der Abschied von unseren schwimmenden Yachten mit Terrasse ist kurz und schmerzlos. Aber es hat viel Spaß gemacht, auch bei 2 Meter Wellengang und am Wind segelnd, die Erfahrung zu sammeln, dass nicht immer alles umkippt wenn es hoch her geht. Im Konvoi geht es dann Richtung Diamand und weiter nach Anse d`Arlet, unserem Hauptquartier für die nächsten Tage. Der erste Teil unseres Abenteuers Karibik 2013 ist zu Ende.
 
Ein Danke schön an Elvira und Klaus.

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