Ein Auszug aus dem Tagebuch der   „Rarzon“  

auf unserer Reise mit dem gecharterten Katamaran von Guadeloupe nach Martinique.

 

Ein Bericht der Crew 

 

Freitag, der 25.01.2013  

 

In der Ankerbucht von Portsmouth / Dominica kam schon früh Unruhe auf. Die Yachten des TYvD hatten nach Plan ein kurzes Ziel, die Hauptstadt von Dominica, Roseau.  Der einsetzende Regen machte dem im Hinterland liegenden Regenwald alle Ehre, im Süden kam aber blauer Himmel durch. Als vorletzte Yacht „Rarzon, mit der Crew Irmtraud, Heino, Andrea, Hans, Renate, Horst, Gerd und Fabian lichten wir  um 6:50 Uhr den Anker und bald waren die Segel gesetzt. Mit traumhaftem Passatwind rauschten wir die Westküste Dominicas entlang, bald war Roseau in Sicht. Von den anderen Yachten hörten wir, dass das gute Segelwetter ausgenutzt werden sollte, mit neuem Ziel St. Pierre auf Martinique. Durch die frühe Zeit entschloss  sich auch unser Skipper dazu, Martinique anzulaufen, allerdings mit dem letzten Zwischenaufenthalt auf Dominica. Südlich von Roseau liegt die Champagne – Bucht, ein Naturwunder. Aus einer Unterwasser – Felsspalte sprudelt Wasser hervor wie in einem hochwertigen Champagnerglas. Diese Luftperlen locken die Fische an wie ein Scheinwerfer nachts die Motten. Eine Schnorchel – Exkursion war daher angesagt. Nach wenigen Metern erschien ein riesiger Stachelrochen, danach unzählige karibische Fische, es bietet sich der Anblick wie in einem riesigen Aquarium. Unsere Frauen sind auf der Reise noch nie so häufig geknutscht worden, die Neugier der Fische kannte keine Grenzen. Nachdem wir dieses Schauspiel ausreichend genossen hatten, verabschiedeten wir uns standesgemäß mit einem Glas Champagner aus der Bucht und von der Insel Dominica. Vor uns lagen 16 sm Atlantik, die wir mit einer Rauschefahrt bis 9 Knoten bei einer Wellenhöhe bis 3,0 m hinter uns gebracht haben. Um 16:15 Uhr erreichten wir Martinique. Vereinbart war die Bucht von Saint Pierre. Wir fanden aber etwas nördlich von dieser ehemaligen Hauptstadt Martiniques, die 1902 beim Vulkanausbruch des Mont Perlèe untergegangen war, eine traumhafte Ankerbucht, an der wir nicht vorbeifahren konnten. Der Fischreichtum war enorm, an den Felsen sammelten sich durch das vorbeiströmende Atlantikwasser viele Fischarten, wobei die kleinen, bunten Fische überwiegten. Der Tag wurde durch ein leckeres Grillgericht (ohne Fisch) beendet, Höhepunkt dabei war ein Mond – Regenbogen, der sich über die Bucht spannte.

 

Samstag, der 26.01.2013

 

Den heutigen Tag starteten wir in unserer Regenbogen – Bucht Anse Ceron im Norden Martiniques. Regenbogen, ein Mondbogen und Fallwinde mitten in der Nacht machten diese Bucht einzigartig. Dennoch wünschte sich die Crew eine ruhigere Bucht für die nächste Nacht. Es wurde Kurs gen Fort de France genommen. In Saint Pierre machten wir einen Stopp. Der Proviant musste aufgefüllt, das obligatorische Einklarieren erledigt werden. Auf dem Marktplatz gab es frisches Gemüse. Den notwendigen Rest erhielten wir im Carrefour. Auf unserem Fußmarsch erinnerten noch Reste vom letzten Vulkanausbruch in Form von freigelegten Natursteinhäusern.

Später auf See wurde von unserer Steuerfrau Irmtraud eine Riesenschildkröte gesichtet. Also Segel auf, Kamera an. Nach einer Verschnaufpause an der Oberfläche verschwand sie wieder im tiefblauen karibischen Meer.

In der Bucht vor Fort de France frischt der Wind noch mal richtig auf. Unter vollen Segeln und hart am Wind überqueren wir sie, um im Südteil bei Anse Mitan den Anker zu werfen. Nach etwas Erfrischung im Wasser teilte sich unsere Crew wieder in zwei eingespielte Teams auf. Die Damen bereiteten das abendliche Grillen vor und die Herren gingen an Land um Eiswürfel zu kaufen, um zur Happy Hour einen Sundowner zu nehmen – oder zwei.

Wenig später trafen sich alle wieder an Bord. Der Grill brannte, die Steaks schmeckten und die landestypischen Rumgetränke kühlten unsere durstigen Kehlen. Als das letzte Glas geleert wurde, ließen wir im Traum den Tag noch mal Revue passieren. Unser Glück, wir haben noch einige Tage …!

 

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