Herbsttreffen und ICCY-Treffen 2019 in Hamburg 

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von Veronika und Gert Kellermann

 

In diesem Jahr ist unser Herbstfest mit dem ICCY-Councilmeeting zusammengelegt und um einen Tag verlängert worden.

Wir treffen uns mit großem Hallo zum Abendessen in unserem Hotel Behrmann in Hamburgs Nobelviertel Blankenese.

 

Am nächsten Morgen starten wir mit Bus und Hafenfähre zu unserem ersten Highlight, der Besichtigung der drittgrößten Flugzeugwerft der Welt, „Airbus“ in Hamburg-Finkenwerder. Die Besuchs - und Sicherheitsvorschriften werden sehr eng ausgelegt. Mit dem Bus und zu Fuß werden wir von zwei, teilweise drei Sicherheitsmitarbeitern durch die Hallen geführt. Auf dem riesigen Areal können wir bestaunen, wie Flugzeuge am Fließband entstehen. Wir kommen ihnen zum greifen nah und sind überwältigt von deren Größe. Das begleitende Bildmaterial zeigt anschaulich, mit welchem Luxus die Maschinen teilweise ausgestattet werden. Nach 2 ½ Stunden verlassen wir stark beeindruckt das Gelände.

 

Die Rückfahrt von der früheren Elbinsel Finkenwerder mit Bus und Fähre verzögert sich, so daß wir mit erheblicher Verspätung in der „Dübelsbrücker Kajüt“ auf der anderen Elbseite ankommen. In diesem gemütlichen Kultlokal nehmen wir unter lebhaftem Geplauder einen Imbiß zu uns. Viel Zeit zum relaxen bis zum Abendessen bleibt nicht mehr. Am Abend gehen wir gemeinsam ins „Witthüs“. Dieses hübsche Haus ist weit über die Grenzen Hamburgs bekannt und eine Institution in der Stadt. Es liegt zauberhaft in einem der größten Englischen Gärten der Elbvororte, dem Hirschpark in Blankenese, nur wenige Schritte von der Elbe entfernt.

 

 

Einst diente das über 300 Jahre alte Reetdachhaus als Kavaliershaus für die Gäste des Reeders und Kaufmanns Johann Cesar Godeffroy. Später lebte der bedeutende Dichter, Komponist und Orgelbauer Hans Henny Jahnn hier. Nachdem jeder einen Platz gefunden hat, entwickelt sich schnell eine lebhafte Unterhaltung bei der das vorzügliche Essen fast zur Nebensache wird.

 

Am Samstag erwartet uns ein eigener Bus mit zweisprachigem Stadtführer, der uns Hamburg von Blankenese bis zur Reeperbahn nahebringt, bevor wir am Auswanderermuseum „Ballinstadt“ auf der Veddel (Stadtteil von Hamburg) aussteigen.

 

„BallinStadt“, ist ein 2007 eingeweihtes  Auswanderungsmuseum, das am Ort der früheren Auswandererhallen errichtet wurde. 1901 hatte der  Hapag-Reeder  Albert Ballin die ersten Auswandererhallen errichten lassen. In drei originalgetreu rekonstruierten Gebäuden thematisiert die BallinStadt die Auswanderung über Hamburg sowie Migrationsbewegungen vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Diese Anlage ist vielen von uns neu und findet großes Interesse.

 

In der angegliederten Cafeteria nehmen wir einen Imbiss zu uns, bevor uns der Bus zum neuen Wahrzeichen Hamburgs bringt, der von den Hamburgern liebevoll „Elphi“ genannten Elbphilharmonie. Hier besuchen wir die Plaza für jedermann, von der man einen phantastischen Aus- und Überblick auf den Hamburger Hafen sowie Teile der Stadt hat. Wir sind überwältigt. Das ist ein gelungenes Bauwerk, auch wenn es bis zur Fertigstellung lange gedauert hat und viel teurer geworden ist als ursprünglich mal geplant .

 

Als wir uns endlich losreißen können, neigt sich die Sonne schon dem Horizont zu. Dazu haben sich Marlies und Rainer erneut etwas Besonderes ausgedacht. Der Bus bringt uns zurück nach Blankenese auf den Süllberg. Der Süllberg ist neben der Elphi und dem Michel ein weiteres Wahrzeichen. Er ist mit fast 75m ü. NN eine der höchsten Erhebungen der Stadt. Er wird vielfach als „Hausberg“ Hamburgs bezeichnet. Das Gipfelplateau und der Elbstrand sind durch das aus knapp 5000 Stufen bestehende sogenannte „Treppenviertel“ verbunden. Die Sonne ist inzwischen

 

untergegangen und es ist kühl geworden. Von hier oben genießen wir die Aussicht und den dargebotenen Glühwein mit besonderer Freude. Für Gert und mich als „Hamburger“ ist es ein ganz neues und interessantes Gefühl, unsere Heimatstadt mal mit den Augen eines Touristen zu betrachten. All zu lange aufhalten können wir uns auch hier nicht, sonst würden wir den ultimativen Höhepunkt dieses Tages, unseren Galaabend, verpassen.

 

Leider ist es schon zu dunkel, um einen umfassenden Blick auf die schöne Anlage des Röperhofes zu werfen. Der Röperhof ist ähnlich wie das Witthüs ein Reetdachhaus, auf dessen gemütlicher und uriger Tenne wir unseren Galaabend verbringen wollen. Für eine stilvolle Atmosphäre sorgen u.a. viele Kandelaber auf den Tischen. Das Dinner läßt keine Wünsche offen. Zwischen den einzelnen Gängen melden sich die anwesenden Commodores zu Wort. Wir klönen und tanzen bis der Bus kommt und uns zum Aufbruch mahnt.

 

Viel zu schnell ist einmal mehr alles vorbei. Wir treffen uns zu einem letzten gemeinsamen Frühstück, begleitet von fröhlichem „Geschnatter“. Wir verabschieden uns voneinander mit den besten Wünschen für eine gute Heimreise und der Versicherung auf ein Wiedersehen zur Jahreshauptversammlung im Frühling nächsten Jahres.

 

 

Marlies und Rainer haben für uns ein vielseitiges und interessantes Programm ausgesucht, das wohl allen gefallen hat. Wir bedanken uns bei ihnen und ihren Helfern, daß sie uns ein sowohl anstrengendes als auch außergewöhnlich schönes Wochenende gestaltet haben.

 

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