SAGA – ICCY Treffen in Palermo 

15. bis 19. März 2016 mit Verlängerung

 

Am Dienstag 15.03. schweben wir sternförmig in Catania ein. Dort erwartet uns ein Bus samt Reiseleitung, um uns einmal quer über die Insel nach Palermo zu bringen.

 

Wir sehen Meer und Berge, einen Ätna, der sich in Wolken hüllt, Orangenhaine, Zitronenplantagen, Olivenhaine, Artischockenfelder – alles in sattem Grün, was wohl der Jahreszeit zu danken ist und einem ausgeklügelten Bewässerungssystem.

 

Wir lernen, dass Sizilien im Altertum als Mittelpunkt nicht nur des Mittelmeeres sondern auch der Welt gesehen wurde. Auf der Insel wechselten die Eroberer – Griechen, Römer, Araber, Byzantiner, Normannen, alle haben ihre Spuren hinterlassen. In Palermo warten schon Simon und Janet, die direkt aus London eingereist sind, und, Dominique, der uns freundlichst Willkommen heisst. Dann geht es zu Fuss durch die Strassen von Palermo zum Restaurant und einem opulenten Abendmahl.

 

In den nächsten drei Tagen lernen wir, dass Sizilien im Wesentlichen aus zwei Dingen besteht: üppig mit Mosaiken, Skulpturen und Goldverzierung ausgestatteten Kathedralen, wir haben unzählige gesehen, eine schöner und prunkvoller als die andere, und wunderschöner Landschaft: zauberhafte Küstenabschnitte, Städtchen wie Cefalu, die sich an die Felsen schmiegen, um nicht ins Wasser abzurutschen, seicht abfallende Berghänge die üppig grüne Täler bilden, in denen Orangen-, Zitronen- Oliven- und Mandelbäume usw. wachsen.

 

Dazu wird gern und reichlich gegessen, mittags und abends ein Menue mit drei Gängen und viel Wein (die Waagen daheim freuen sich schon) und die Bewegung wird im Wesentlichen den Rädern des Busses überlassen (was dem Alter der Gäste sehr entgegen kam).

 

Freitagnachmittag werden die Gangwerkzeuge gebraucht, wir machen uns auf zum Yachthafen – am Wasser sein und keine Boote sehen, das geht gar nicht. Wir entdecken eine „Plejades“ und eine „Candida“ und bekommen plötzlich Sehnsucht nach der Ostsee und unseren Schiffen. Da passt zur Einstimmung für die Segelsaison das Abschiedsessen mit Vertretern des „Lega Navale“.

 

Der Lega Navale ist die nationale Seglervereinigung Italiens mit Dependancen überall an den Küsten. Die lokalen Granden hatten für uns eine Einführung in ihre Aktivitäten mit Bildern und Filmen vorbereitet: intensive Jugendarbeit, Förderung des – wie auch immer gearteten Regattasegelns, Förderung des Segelns als Breitensport usw. Dann wurden die üblichen Reden gehalten und Stander der Vereine ausgetauscht – ein kleines Babylon: die Reden in italienisch, französisch und englisch – wobei der überwiegende Teil der Gäste aus Deutschland kam.

Anschließend gab es ein schönes Buffet und ausreichend Wein zum Ausgleich des trockenen Teils der Veranstaltung.

 

Nach dem Frühstück am Samstag hieß es Abschied nehmen. Simon und Janet mussten zurück nach London, Dominique zurück nach Frankreich, wir vom TYvD machten uns auf nach Catania, dort noch drei schöne Tage verbringen.

 

Unser Dank geht an Dominique, der ein sehr umfangreiches und interessantes Programm für uns ausgearbeitet hatte. Schön, dass mit Simon und Janet zwei Mitglieder der CA teilgenommen haben und damit einen Hauch von ICCY in die Veranstaltung brachten. Schade, dass von den anderen Nationen niemand vertreten war, um dem Slogan des ICCY Leben einzuhauchen: The Sea And The Friends We Make Of It.

 

Am Samstag nimmt der Bus auf dem Weg nach Catania einen Umweg in die Inselmitte. Dort erwartet uns die Villa Romana del Casale – ein Augenschmaus für Liebhaber von Mosaiken, erbaut irgendwann im 4. Jh. n.Chr., verschüttet im 12. Jh., wieder gefunden im 20. Jh. und seit Kurzem UNESCO-Weltkulturerbe. Von Catania aus machen wir Exkursionen nach Syracus mit Besichtigung des griechischen und römischen Theaters und, besonders in Erinnerung, das Ohr des Dionysos – eine Grotte mit umwerfender Akustik; Noto, kleiner Ort mit großen Barockbauten und Taormina, hoch oben gelegen mit einem römischen Theater und umwerfend schönem Blick über das Meer.

 

Aber das absolute Highlight der Reise war die Fahrt auf den Ätna. Mit dem Bus auf 2000 m in eine Schneelandschaft. Für ganz Mutige ging es mit der Seilbahn noch 600 m höher. Leider hatten wir die Winterausrüstung zu Hause gelassen.

 

Ein ganz dickes Dankeschön an Mia und Peter, die sich der Mühe unterzogen hatten, für uns diese Exkursionen zu organisieren!!! Ein wunderschöner Abschluss einer wunderschönen Reise.

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