Pfingstfahrt 2016

Marstal / Aerösköbing

 

Freitag 13.5.: Aus verschiedenen Himmelsrichtungen kamen die Schiffe angerauscht oder anmotort, je nach Wind + Wetter. Erschienen waren: Ola (von Travemünde über Heiligenhafen, um Veronika u. Gert an Bord zu nehmen), Sieta, Candida, Windfall, Roderich, Waldemar, Pusteblume, Kairos (bekommt eine besondere Erwähnung, da der Skipper seine Crew als die fast 320-jährige annonciert hatte), Lille Bror sowie La Mer. Die war schon am Mittwoch vor Ort, um die Bierlast sicher anzulanden. Als alle Schiffe sicher am Rundsteg vertäut waren, wurde aufgrund der bevorstehenden Wetterlage kurzfristig eine “Krisensitzung“ abgehalten. Es wurde demokratisch entschieden, das gesamte Event in Marstal durchzuführen. Die Weiterfahrt am nächsten Tag nach Aerösköbing wurde somit gecancelt. Flugs wurde der Hafenmeister informiert und in einer Hauruckaktion konnte das Zelt aufgebaut werden. Tische und Stühle, die eigentlich nach Aerösköbing transportiert werden sollten, waren im Nu vor Ort am Zelt. Ein Riesenlob an den Hafenmeister und seine Leute!!! Es wurden Tische und Stühle geschrubbt, die Festbeleuchtung installiert, dann konnte der Grill angeheizt werden und es ging los. Aber oh weh: es stellte sich heraus, dass die Anschlüsse  Bierfass/Schankanlage nicht kompatibel waren. Großes Entsetzen! Doch auch in dieser Situation wusste der Hafenmeister Abhilfe zu schaffen. Noch vor vollendeten Grillen floss dann doch das heißersehnte Bier. Es wurde ein entspannter und unterhaltsamer Abend, der gegen 22 Uhr endete.

 

Samstag 14.5.: Nach einer windigen Nacht schauten die ersten Teilnehmer aus dem Luk, um festzustellen, dass das Wetter eigentlich dazu gemacht war, an Bord ein ausgedehntes Frühstück zu genießen. Am besten bei geschlossenem Luk bzw. Cockpitzelt, da die Mücken in großen Schwärmen Tango tanzten. Einer lockeren Vereinbarung entsprechend traf sich eine Gruppe von 16 Personen, um mit dem 13 Uhr-Bus nach Aerösköbing zu fahren. Ein Teil hatte Fahrräder dabei, um den Rückweg nach Marstal mit Wind von hinten anzutreten. Nachdem Eis bzw. Räucherfisch konsumiert waren, fuhren die Radler los, der Rest der Truppe erkundete per Pedes den malerischen Ort. Nachdem mal wieder ein Regenschauer abgewettert war (für einige in einem super Café am Marktplatz) gings mit dem Bus zurück nach Marstal. Der Weg vom Bus zu den Schiffen wurde von rabenschwarzen Regenwänden begleitet, die dann auch kräftige Schauer abließen, so dass Kleidung und Frisuren frisch gewaschen waren. In der Zwischenzeit war auch Samanta eingetroffen, die von Kiel eine schnelle Reise hatte. Leider mussten wir „Filia maris“ mit Rolf, Jasmin u. Sarah missen. Sie wollten mit ihrem Königskreuzer die vom vielen Wind aufgewühlte Kieler Bucht nicht durchtoben. An Bord aller Schiffe wurde das Skipperbuffet vorbereitet. Es war zur Freude aller mal wieder sehr abwechslungs­reich und - wie kann es sein - sehr umfangreich. Alle waren satt und zufrieden. Draußen über dem Wasser tobte das Gewitter mit Sturzregen, doch WIR waren gut aufgehoben im Zelt, Stimmung: SUPER.

 

Sonntag 15.5.: FROHE PFINGSTEN! Die ersten eifrigen Helfer waren bereits um 8:00 h am Start, um das Zelt für das gemeinsame Frühstück vorzubereiten. Diverse Platten mit Wurst, Schinken, Käse, Obst sowie Lachs wurden vorbereitet, die vorbestellten Brötchen abgeholt. Ab 9 Uhr konnte gefrühstückt werden. Auf Grund des ständigen Wetterwechsels kamen nach dem Frühstück keine großartigen Aktivitäten an Land auf, sondern gegenseitige Besuche von Schiff zu Schiff, Gespräche, Informationsaustausch über Elektronik, Basteleien u. Reparaturen. Da es über die frühe Nachmittagszeit sonnig und trocken war, konnte man sich sogar mal wieder ins Freie setzen. Kaum waren dann gegen 15:30h die Erbsensuppendosen plus Zutaten sowie die Bierzapfanlage an Land gebracht (im Trocknen!) setzte endlich mal wieder ein größerer Schauer ein. Beim Ansetzen der Suppe trafen dann schon mal die ersten „Helfer“ ein, um das Bier aus dem frisch angestochenen Fass zu testen. Dieses Fass wurde auf dem Transportweg von der La Mer (die leider auf Grund ihres Tiefgangs nicht mit am Rundsteg liegen konnte) zum Zelt nur durch einen todesmutigen Sprung des Transportkarrenfahrers auf dieselbige vor dem Sturz ins Wasser bewahrt, da die Karre mit einem Rad vom Steg abkam. Kurve zu eng und zu schnell genommen???? Ab 17 Uhr kamen dann die Ersten mit knurrenden Mägen, bewaffnet mit Essgeschirr, zum Zelt. Nachdem alle Teller gefüllt waren, in trauter Runde gespeist und geschnackt wurde trat allmählich eine ungewohnte Stille ein. Wie konnte das passieren, was kam da auf uns zu? Das Signal: fertig machen zum Abbau des Zeltes ertönte um 20:00h.Und zack, zack hatte jedermann plötzlich eine Aufgabe. Kurzerhand wurde das Mobiliar ausgelagert u. gereinigt, das Zelt war in einer guten Viertelstunde abgebaut und verstaut. By the way. kein Regen!!!! Nach getaner  Arbeit versammelte sich wieder ein Großteil um das Bierfass, um zu prüfen, ob es denn immer noch was hergebe. Die Wetterkulisse zeigte sich von der besten Seite: vor Regenfront ein Doppelregenbogen bei superangestrahlten Wolken. So etwas sieht man sonst nur auf Reklamefotos. Allmählich zog die Kälte durch die Kleidung (die Eisheiligen ließen grüßen) und somit verschwand einer nach dem anderen an Bord zur Heizung. Wieder einmal ein geselliger Abend mit Lust auf mehr. Es wurden Verabschiedungen getätigt, da die meisten von uns am nächsten Morgen früh durchstarten wollten. Das Wetterfenster versprach am Vormittag moderatere Verhältnisse als am Nachmittag.

 

Montag 16.5.: Die ersten Schiffe legten schon früh um 6:00h ab, der Wind war noch kooperativ, später legte er zu, so dass schon gerne Hilfestellung beim Ablegen von den noch Hafenliegern angenommen wurde. Zuletzt am späten Nachmittag verblieben noch Windfall, Kairos und La Mer in Marstal. Sie hatten eine andere Entscheidung für ihre Weiterreise getroffen. So hoffen wir, dass alle Teilnehmer letztendlich eine gute Heimreise hatten, um beim nächsten Treffen topfit aufzukreuzen!

 

Zum guten Schluss ist zu vermelden, dass wir ein neues Club-Mitglied gewonnen haben.

 

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Touren-Yachtclub von Deutschland e. V. | Impressum