ICCY Treffen in Karlskrona            im Supersommer 2018

Unser diesjähriges ICCY Treffen findet in Karlskrona statt. Die Freude ist groß, alle Teilnehmer,  die auf dem Landwege oder auf dem Wasser hier hergekommen sind, zu begrüßen.

 

Nach der Flaggenparade und  Begrüßung erhalten wir eine  Einführung in die Geschichte Karlskronas durch Michael -Helgesson in dem modernen Clubhausrestaurant mit schönem Blick über den Hafen. Wir erfuhren, dass  Karlskrona 1679 als Flottenstützpunkt von König Karl XI. bzw. Admiral Hans Wachtmeister gegründet und bereits ein Jahr später zur Stadt erhoben wurde. Der Marinehafen von Karlskrona mit seinen ehemaligen Werften, Verteidigungsanlagen und ausgewählte Gebäude der Stadt wurden von der UNESCO 1998 zum Weltkulturerbe erklärt.

 

Die Stelle des Marinehafens liegt strategisch günstig und wurde deshalb für dessen Aufbau ausgewählt. Er liegt auf einer Insel in einer Bucht der Ostsee, die wiederum durch mehrere kleine Inseln vom offenen Meer abgetrennt ist. Besonders bekannt wurde die Marinebasis durch die Schwedische U-Boot-Affäre, bei der am 28. Oktober 1981 ein russisches U-Boot vor der Marinebasis auf Grund lief.

 

Nach dem umfangreichen Vortag freuen wir uns, als das Büfett im Restaurant endlich eröffnet wird. Die kühlen Getränke werden gebracht und die Gespräche können beginnen.

 

Der zweite Tag beginnt mit einer Bootstour direkt vom Hafen zum Kungsholm Fortress. Das Kungsholm Fortress ist eine auf einer Insel gelegene Marinebastion, die der Verteidigung der in den Schären gelegenen Stadt und Marinebasis diente. Es gibt viel zu entdecken. Einige stellen sich auch die Frage, ob das runde Hafenbecken innerhalb der Forts mit unseren Booten zu erreichen ist? Keiner möchte es ausprobieren. Nach der umfangreichen Besichtigung gibt es als Stärkung Kaffee und Zimtschnecken. Bei schönem Wetter können wir eine kurze Pause einlegen, bevor uns das Schiff zum nahe gelegenen Drottningsskär Kastell bringt, wo wir unser Lunch einnehmen werden. Anschließend  besichtigen wir das imposante Kastell und  erhalten umfangreiche Informationen über die frühere Bedeutung dieser Festungsanlagen. Mit vielen Eindrücken und etwas müde werden wir mit dem Schiff zum Yachthafen zurückgebracht.

 

Nach einer kurzen Pause begeben wir uns zu Fuß zum Gouverneur von Blekinge - so heißt die Insel, auf der Karlskrona liegt - ,  der uns um 18 Uhr in seinen repräsentativen Räumlichkeiten willkommen heißt. Nach einer kurzen, launigen Rede werden wir mit leckeren Häppchen sowie jede Menge Champagner verwöhnt und wir genießen den wunderschönen Ausblick. Abends sind drei Geburtstage zu feiern. Auf dem Steg vor der SY „Catiana“ wird sich versammelt und jeder, der mit seinem Glas erscheint, bekommt von den Drinks etwas ab. Schnell ergeben sich Kontakte zu anderen Yachthafenliegern, die durch die Akkordeonmusik von Horst – MY „Sir John“ - angelockt werden.

 

Der dritte Tag beginnt mit einer Busfahrt  zum „Old Naval Shipyard“, einem ehemaligem Militärgebiet. Die alte Werft ist heute eine der Hauptattraktionen Karlskronas. Hier findet man eine Reihe von Bauwerken und Anlagen aus mehr als 300 Jahren Schiffsbau. Die Seilerei ist Schwedens  längstes Holzgebäude.

 

Zum Mittagessen fährt uns der Bus zum Restaurant des Naval Museum in Karlskrona.  Das informative Museum behandelt die Marine Geschichte Schwedens und liegt östlich der Innenstadt auf der Insel Stumholmen. Es beinhaltet eine Galionshalle, eine neue U-Boot-Halle und eine Modellausstellung. Am Kai und in den umliegenden Hallen liegen mehrere Museumsschiffe in Originalgröße. Es gibt interessante Ausstellungen zum Leben an Bord, zum Tauchen und zum Kalten Krieg im Ostsee-Raum.

Nach dem Essen haben wir die Gelegenheit zu einem Besuch des Museums und können anschließend zu Fuss an Bord zurückgehen.

Abends bringt uns der Bus für einen  Grillabend zum  Karlskrona Sailing Socity “KSS”.  Leider fängt es an zu regnen. Das gemütliche Clubhaus bietet jedoch ausreichend Platz, so dass sich schnell Gesprächsgruppen zusammenfinden.

Am letzten Tag werden uns die unterirdischen Bunker von Karlskrona gezeigt. Da Russland immer eine Bedrohung für die Stadt darstellte, wurde als Schutz für die Bevölkerung eine Vielzahl von Bunkern erbaut. Verschiedene Kennzeichnungen ermöglichten der Bevölkerung, möglichst schnell Schutz über Hauseingänge, Tiefgaragenzufahrten etc. in die Bunker zu finden. Nach den doch etwas bedrückenden Erläuterungen nutzen einige die Gelegenheit für einen Rundgang durch die Innenstadt sowie für den Besuch der Eisdiele, die laut Aussage von Eric das weltweit beste Eis herstellen soll. Die Eisdiele war schnell gefunden. Man musste lediglich dort hingehen, wo Eis leckende Menschen mit riesigen Eistüten herkamen.

Am Abend erlebten wir als Abschluss in den großzügigen Räumen des geschlossenen Naval  Museum ein leckeres Gala Dinner mit begleitenden Weinen und  anregenden Gesprächen.

Am nächsten Morgen heißt es nach einem gemeinsamen Frühstück und der Flaggenparade wieder Abschied nehmen mit der Vorfreude auf das nächste Treffen in Helsinki. Wir danken nochmals unseren schwedischen Gastgebern für die schönen Erlebnisse.

Marlies Damkowski

 

 

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