Bericht Kiel 2006 - 25. ICCY Treffen 

Der große Tag kam langsam näher. Die Vorbereitungen waren  alle abgeschlossen, und mehrere Treffen des Vorstandes in Kiel hatten alle wichtigen Aspekte  hinreichend beleuchtet, aber klappt wirklich alles so, wie man es geplant hat?

Am 10. Juli trafen sich die ersten TYvD Mitglieder, um Hand anzulegen und alles in die richtigen Bahnen zu bringen. Am Montagmorgen um 8.00 Uhr ging der Aufbau des großen Zeltes los, dann trafen immer mehr Freunde ein und das Zelt wurde dekoriert, die Tische und Stühle hin und her geschoben, Spinnaker unter die Zeltwand gezurrt, die Theke wurde  aufgestellt und angeschlossen. Das erste kalte Bier schmeckte gut. Dithmarscher Hell und Dunkel - große Klasse.

 

Die Sonne schien immer stärker, die Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes klangen  viel versprechend.  Die beiden Hafenmeister im Kieler Yachtclub waren stets ansprechbereit und hilfreich, und nach und nach kamen weitere Yachten an. 

 

Abends fand dann die erste Party auf der „DIANA“ statt. Es ist nur gut, dass die Nauticat eine Menge vertragen kann, immerhin waren laufend weitere Freunde an Bord geklettert, und man konnte bis zu 37 Personen  zählen, die sich an dem „Aufgesetzten“ gütig taten.

 

Am Nachmittag des 12. Juli  hatten alle Teilnehmer ihre Liegeplätze eingenommen und sich für die Flaggenparade in Schale geworfen. Die ICCY- Fahne wurde dann von der Enkelin eines dänischen Segelkameraden am Flaggenmast gehisst, unser Commodore begrüßte alle Anwesenden recht herzlich und wünschte allen,  schöne Tage unter Freunden zu verbringen.

 

Dann ging es ab ins Festzelt, das Bier war kalt und süffig,  ein von Ove Hoffmann geleiteter Shanty Chor brachte schnell gute Stimmung ins Zelt, man schunkelte und sang und alle waren mit dem Abendessen zufrieden. Wer nicht satt geworden war, hatte eigene  Schuld. Es war genug da, wie auch an den anderen Abenden, als es etwas zu essen gab, man musste manchmal nur etwas Geduld aufbringen.

 

Wieder war ein Abend gut gelungen.  Hier sei ein Dankeschön an alle gesagt, die tatkräftig bei der Organisation und der Durchführung des Treffens mit- geholfen  und  so zu einem gelungenen ICCY Treffen beigetragen haben.  

 

Am nächsten Morgen ging es mit 3 Bussen zum Freilichtmuseum Molfsee. Was für ein Reinfall wäre es geworden wenn es geregnet und gestürmt hätte. Aber jeder bekommt, was er verdient hat !!!!  Das Wetter hielt, die Sonne schien vom blauen Himmel, der lange Fußweg war anstrengend, aber es gab nur zufriedene Gesichter, als man sich zum Mittagessen - es gab Holsteiner Buffet -  an den vielen runden Tischen im Dratenhof niederließ.

 

Nachmittags war frei und abends ging es wieder ins Festzelt. Ein Discjockey brachte schnell wieder die Stimmung auf Beaufort 10, es war genug Bier da, aber Wein musste in einer Blitzaktion von „Niesgrau“  eingefahren werden. Dank an unseren „Mundschenk Georg“!!

 

An der Seebäderbrücke „Bellevue“ lag der Raddampfer  „FREYA“ - er wartete auf 150  gut gelaunte ICCY Teilnehmer.  An Bord gab es Erbsensuppe mit Wurst und eine unglaublich gute Jazzkapelle. Die Rundfahrt durch die Kieler Förde bis zum Marinedenkmal Laboe und zurück verlief wie im Fluge. Die Dixieland und New Orleans Musiker wurden von unserem englischen Seglerkameraden Dick Smith verstärkt, der im kommenden Jahr beim Treffen in Ramsgate seine eigene  Band auf die Bühne bringen wird.

 

Es war ein toller Vormittag, und es wurde am Nachmittag noch einmal interessant: Alle TYvD Yachten hatten ausländische Gäste oder Hotelgäste an Bord zu einem Drink eingeladen. Das war überhaupt der zählende Punkt bei diesem ICCY Treffen:  Das Zusammenkommen der verschiedenen Crews auf vielen Schiffen und das sich „so besser kennen lernen“  wird sicherlich in der Zukunft noch häufig wiederholt werden. Unser gemeinsames Motto: “The sea and the friends we make from it”, ist voll aufgegangen.

 

Und abends, wie könnte es anders sein: Partyzelt und Spanferkel vom Grill mit Sauerkraut -  und Musik, Musik, Musik bis spät nach Mitternacht.

 

Am nächsten Morgen konnten wir den Seenotrettungskreuzer „Berlin“ besichtigen und mit den Rettungsmännern interessante Gespräche führen. Leider war eine geplante Rettungsaktion mit Hubschraubereinsatz von den Kieler Behörden nicht genehmigt worden.

 

Nachmittags war frei, und man hatte Zeit, sich auf den Galaabend im Kieler Yacht Club  im „Kaisersaal“ und dem „Kommodoresaal“ vorzubereiten.

 

Die Stimmung war gut, das Essen war gut,  aber die Band war leider nicht ganz auf unsere musikalische Ebene und Belange  einzustimmen. Das tat aber der allgemeinen Zufriedenheit keinen Abbruch.

 

Am Sonntagmorgen,  nach dem gemeinsamen Frühstück im Partyzelt, wurde noch einmal die Galauniform angezogen und um 11.00 Uhr trafen wir uns zur Flaggenparade, die junge Dänin holte mit strahlendem Lächeln die ICCY Fahne herunter und unser Commodore verabschiedete die Teilnehmer  und wünschte allen eine sichere Rückkehr zu ihren Heimathäfen.

 

Die ICCY Fahne wurde an Stuart Mackenzie übergeben, der uns alle zum 26. ICCY Treffen vom 9. bis zum 14. Juli 2007  nach Ramsgate eingeladen hat.

 

Das Kieler ICCY Treffen wird bei allen in guter Erinnerung bleiben.

 

In einem anderen Bericht wird über die gemeinsame Reise einiger TYvD Yachten längs der schwedischen Westküste berichtet

 

Euer Commodore

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