2011 Danzig – Polen

Eine alte Route, die immer wieder interessant ist

 

 

Jedes Jahr dieselbe Überlegung: segeln wir hin oder nicht. Bisher war die Antwort immer, wir fahren bzgl. Segeln bin. Und ich kann sagen, wir sind nie enttäuscht worden. Unsere Sommertörns, meist in Verbindung mit dem ICCY Treffen, waren immer eine Reise wert.

 

Unter vollen Segeln ging es gen Osten. Burgtiefe, Warnemünde und Darßer Ort waren die ersten Stationen, bevor wir auf der Insel Rügenverschiedene Häfen anliefen. Dann weiter nach polen, unserem Zielland. Swinemünde, vielen noch in Erinnerung vom Treffen 2001, hat sich zu einer sehr schönen Marina gewandelt, und einen aktiven und freundlichen Hafenmeister haben wir auch kennen gelernt.

 

Bei schönem Wetter liefen wir dann nach Diewenow, einem kleinen Fischerhafen am östlichen Ende der Insel Wollin. Die Liegeplätze wurden uns von einem freundlichen und hilfsbereiten Hafenmeister angewiesen. Über die Schönheit der Plätze kann man verschiedener Meinung sein, aber wir blieben trotzdem 2 Tage.

 

An und für sich eignet sich dieser Hafen gar nicht für Sportboote. Man muss fast immer an Fischerbooten längst gehen, über die man kaum an Land kommt. Der Ort brummte, Sommerferien in Polen, da ist dann immer etwas an der Küste los.

 

Wir sind weiter nach Rügenwalde, ein langer Schlag mit raumschots NW- Winden zwischen 35 und 38 Knoten Wind. Eine schnelle reise, aber das Einlaufen in Rügenwalde war brenzlig, um es gelinde auszudrücken. Eine hohe Welle und über 3 Knoten Strom machten das einlaufen nicht einfach.

 

Ich habe 50 grad vorhalten müssen, um dann mit Schwung durch die doch recht schmale Einfahrt in ruhiges Wasser zu gelangen.

 

Wir mussten vor der Brücke warten (wenig Anlegeplätze), die immer zur vollen Stunde aufmacht. Hinter der Brücke ist dann an Backbord eine lange Pier, an der man festmachen kann.

 

Ein ordentlicher schwell steht da bei auflandigen Winden. Wir sind dann weiter gefahren, bis auf Stb. Ein Becken ist, aber der platz ist auch nicht empfehlenswert.

 

Auf der Bb. Seite kommt dann ein Becken, das den Fischern vorbehalten ist, aber mit Glück kann man auch dort einen Platz ergattern. Als letzte Möglichkeit, wir haben es gemacht, sind dann noch die Liegeplätze in Rügenwalde selbst.

 

Auf Stb. Sind lange Molen an denen man gut festmachen kann, aber alles ziemlich einfach, kein Strom, kein Wasser, keine Sanitäranlagen. Aber zum Ortskern von Rügenwalde sind es dann nur 12 Minuten Fußweg.

 

Der Termin des ICCY Treffens kam näher, also mussten wir weiter. In Utska sind wir dann wieder eine große TYvD Flotte.

 

An der langen Mole au Bb. Liegt man sicher, wenn auch nicht sehr gut. Aber es gibt Wasser und Strom, und einen Hafenmeister, der aufpasst.

Der nächste Tag brachte uns dann bis nach Wladislawowo. Alles ging gut, hatten die Liegeplätze eingenommen, die Leinen waren fest, und dann ging es los. 30 Minuten lang fetzten Orkanböen über unser Päckchen und Roderich, Jone und Sawasdee hatten alle Hände voll zu tun ihre Schiffe zu schützen. Es war schon gut, dass Roderich als Fenderschiff mit uns segelt, denn die großen runden Fender waren nach dem Spuk alle ziemlich platt!

 

In diesem Hafen sind nur wenige Boxen vorhanden, man muss Glück haben, eine freie Box zu erwischen. Außerdem sind sie nicht sehr groß, bis max. 11Meter.

 

Am nächsten Tag hofften wir in Hel besser zu liegen, dies wurde aber durch Starkwind zu nichte gemacht. Wenige Boxen und die Plätze an den langen Molen, an denen man im Päckchen liegen musste, machten das Leben an Bord zu einem bewegten „Auf und Ab“.   

 

Aber alles geht vorbei, auch die unruhige Nacht und am nächsten Morgen ging es gemeinsam Richtung Danzig, wo wir mittags all vor dem Krantor, dem Wahrzeichen von Danzig, unsere Leinen festmachten und wir unsere polnischen Freunde, allen voran Bolek Mazurkiewicz, begrüßen konnten. Das Treffen war wie immer eine gelungene Sache. 

 

Die Rückreise gestaltete jeder, wie er es gerne wollte und wie viel Zeit ihm zur Verfügung stand. Es wurden Häfen angelaufen, die wir auch auf der Hinfahrt besucht hatten, es war trotzdem wieder eine schöne Rückreise, vor allem, da wir in Gruppen von 4 bis 6 Yachten bis zur Insel Rügen zusammen blieben.

 

Bordbesuche und gemeinsame Grillabende machten diesen Sommertörn wieder zu einem gelungenen Erlebnis.

 

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